Linux ist der nächste Schritt für einen alten ThinkPad von 2013, nachdem der ChromeOS-Support für das Gerät im Dezember enden sollte. Der Laptop war bereits von Windows 10 auf ChromeOS umgestellt worden, um die Leistung zu verbessern. Ein nicht mehr unterstütztes System weiterzuverwenden, wurde jedoch als zu riskant angesehen, da Online-Bedrohungen immer schwieriger einzuschätzen sind.
Der Kauf einer SSD und die Rückkehr zu Windows 10 galten nicht als praktikable langfristige Lösung, sodass Linux als Alternative in den Vordergrund rückte. Die Auswahl einer Distribution war jedoch nicht unkompliziert. Statt sofort bootfähige USB-Laufwerke zu erstellen und mehrere Systeme zu testen, verbrachte der Autor Stunden damit, Fragen wie die Unterstützung von Touchscreens, Audiotreiber und Kompatibilität zu recherchieren.
Dieser Prozess macht die weniger offensichtlichen Kosten von Linux deutlich. Die Distributionen sind im Allgemeinen ohne Kaufpreis erhältlich, doch die große Auswahl kann Nutzer überfordern, die zwar Computer verstehen, aber wenig Erfahrung mit Linux haben. Nach Abwägung der Möglichkeiten fiel die Wahl auf ZorinOS, obwohl weiterhin Bedenken hinsichtlich der Kompatibilität bestehen.
Das Experiment soll bis Anfang 2027 fortgesetzt werden, während der Nutzer herausfindet, welche Teile des Betriebssystems gut funktionieren und welche Einschränkungen akzeptabel sind. Die Schlussfolgerung lautet, dass Zeit eine Investition ist, die mit Geld vergleichbar ist, insbesondere wenn der Austausch der Hardware oder der Kauf eines neueren Computers finanziell nicht realistisch ist.
Der dem Artikel beigefügte Sicherheitsbericht führt außerdem mehrere Vorfälle auf. Japan Airlines gab eine Sicherheitsverletzung bekannt, an der ein System eines Drittanbieters beteiligt war und bei der Reservierungscodes und Fluginformationen von 92.000 Passagieren sowie persönliche Daten von rund 2.000 Personen offengelegt wurden. Auch andere asiatische Fluggesellschaften könnten betroffen sein. Reisenden wird daher geraten, auf damit verbundene Phishing-Versuche zu achten.
Quest Diagnostics erklärte, das Unternehmen untersuche eine Datenschutzverletzung, bei der Patienteninformationen betroffen waren, obwohl die Zahl der betroffenen Personen noch nicht feststand. Netgear veröffentlichte außerdem Patches für Schwachstellen, die mehrere Router- und Extender-Modelle betrafen. Nutzer werden aufgefordert zu überprüfen, ob auf ihren Geräten die aktuelle Firmware läuft.
Binance meldete den Diebstahl von Kryptowährungsvermögen im Wert von 6,3 Milliarden US-Dollar, nachdem der Betrag zunächst auf 5,8 Milliarden US-Dollar geschätzt worden war. Die Verluste wurden auf einen kompromittierten Firmenlaptop zurückgeführt, während Binance erklärte, die Gelder der Nutzer seien sicher geblieben.
Der Artikel warnt außerdem davor, dass Google Informationen aus Gmail, Fotos und Drive für personalisierte Werbung verwenden kann, wenn Nutzer dies erlauben. Diese Dienste lassen sich in den Einstellungen des Google-Kontos entfernen, indem man zu „Daten & Datenschutz“, „Personalisierungseinstellungen“, „Personalisierte Empfehlungen in Suchdiensten verwalten“ und „Verbundene Inhalts-Apps“ navigiert. Nutzer, die diese Art der Personalisierung nicht wünschen, können „Personalisierte Empfehlungen“ in den Suchdiensten vollständig deaktivieren.
Quellen: PCWorld.