Der Linux-Kernel bereitet die Entfernung seiner letzten verbliebenen MMX-spezifischen Optimierung vor: Code für XOR-Operationen in Software-RAID. Der von Eric Biggers von Google eingereichte Patch befindet sich in Andrew Mortons MM-Baum und könnte in Linux 7.5 aufgenommen werden.
Die Optimierung kommt bei 32-Bit-Prozessoren ohne SSE-Unterstützung zum Einsatz, darunter der Intel Pentium MMX und der Pentium II. Wird der Code entfernt, verwenden diese CPUs bei einem unter Linux laufenden Software-RAID stattdessen die bereits vorhandene skalare C-Implementierung des Kernels.
Laut der Patch-Beschreibung ist der MMX-Pfad auf etwa 25 Jahre alte Prozessoren und Systeme mit einem RAID-Array beschränkt. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass die skalare Alternative bereits gut getestet ist.
Dieser RAID-Code ist die letzte MMX-optimierte Implementierung des Kernels. MMX-Optimierungen für Speicherverwaltungsfunktionen wie memcpy(), copy_page() und clear_page() wurden bereits früher entfernt; der verbliebene RAID-Code war eine Ausnahme. Der Patch aktualisiert außerdem die CPU-Funktionsprüfungen im RAID6-Code.
Quellen: Phoronix.